Mein künstlerischer Weg ist ein fortlaufender Prozess. Meine Wurzeln liegen in Graphit und Kohle, bevor sie sich in der Malerei entfaltet hat. Der Schädel bleibt dabei ein zentrales Symbol – roh, zeitlos und Sinnbild unserer menschlichen Existenz. Doch längst ist er nicht mehr mein einziger Horizont. Heute umfasst meine Arbeit urbane Spuren, visuelle Poesie und die Bruchlinien unseres Bewusstseins.
Die Malerei ist unmittelbarer und körperlicher als das Zeichnen. Sie bewegt sich zwischen Faszination und Beklemmung und eröffnet einen Raum, um nicht nur den Tod zu hinterfragen, sondern auch die Spuren, die wir hinterlassen.
Meine Serien – eine fragmentierte Landschaft
Mein künstlerisches Universum lässt sich nicht auf eine einzige Technik reduzieren. Es besteht aus mehreren Werkserien, die sich gegenseitig ergänzen.
Kohle, Graphit & Bleistift
Der Ursprung, das Fundament. Das tiefe Schwarz der Kohle hält Schatten mit besonderer Intensität fest. Es ist eine Schule des Sehens, in der der Schädel zur Meditation über Stille und Vergänglichkeit wird.
Malerei
Eine Weiterentwicklung hin zur Materie. Ich arbeite mit Acryl auf Leinwand, Karton oder Holz. Die Geste ist frei, die Farbpalette meist auf Schwarz- und Grautöne reduziert, um die Kontraste zu verdichten. Manchmal löst sich die Form des Schädels auf und macht der rohen Emotion Platz.
Monoprints
Einmalige Originale in Öl auf Papier. Eine Technik, die den Zufall willkommen heisst und abstrakte, freie Bildwelten entstehen lässt. Die Ölfarbe verleiht den Arbeiten eine dichte Struktur und eine raue Materialität.
TypoBrutalismus
Eine Werkserie, die aus der Strasse geboren wurde. Statt klassischer Malerei stehen Décollage und Collage von urbanen Plakaten im Mittelpunkt, ergänzt durch spontanes Handwriting. Ein moderner Palimpsest, in dem sich vergessene Botschaften und die Spuren der Zeit überlagern.
TypoPoesie
Eine visuelle Erforschung der Sprache – grafische Poesie zwischen Wort und Bild.
Encre à vif
Intuitive, unmittelbare Geste.
Jede Serie – ob gezeichnet, gemalt oder collagiert – will Risse in unseren psychologischen Barrieren entstehen lassen. Mein Ziel? Uns von Klischees zu befreien, uns daran zu erinnern, dass wir alle dem Unvermeidlichen gleich gegenüberstehen, und uns einzuladen, Worte, Bilder und Botschaften unseres Alltags neu zu lesen und mit anderen Augen zu sehen.
Ein Werk kaufen & Atelierbesuche
Die meisten meiner Zeichnungen und Gemälde können erworben werden.
Wenn du die Arbeiten im Original erleben möchtest, empfange ich dich nach Vereinbarung gerne in meinem Atelier in Biel. Der Austausch gehört für mich zur Kunst dazu. Komm vorbei, entdecke die Materialien, spüre die Oberflächen und erlebe die Arbeiten aus nächster Nähe.
Alle Originale – Gemälde, Monoprints, Zeichnungen und Collagen – werden mit einem Echtheitszertifikat abgegeben.
Interessierst du dich für mein künstlerisches Universum? Entdecke meine Werke, die verschiedenen Serien und aktuelle Verfügbarkeiten auf guybechtel.com.
Für Anfragen zu einem Werk, einem Atelierbesuch oder einfach für einen Austausch: Mail an guy@labo-o-kult.com
Künstlerisches Manifest von Guy Labo-O-Kult
Das Leitmotiv in vielen meiner Gemälden ist der Tod. Ein starkes und störendes Sinnbild. Ich versuche selbstredende Bilder zu kreieren, die uns mit der Frage konfrontieren, wieso der Tod uns so viel Angst einjagt? Was sind die kulturellen, religiösen oder abergläubischen Gründe unserer Ablehnung dieses natürlichen unabwendbaren Ausgangs unseres Daseins?
Zwischen Faszination und Furcht, wurde mir durch persönliche Erfahrungen bewusst, dass der Tod ein ganzheitlicher Bestandteil des Lebens ist. Diese Erkenntnis macht für mich, den Tod zu einem bedeutenden kreativen Instrument.
Am Beginn eines jeden Gemäldes steht ein Gefühl, ein Wort, eine Atmosphäre, eine Beobachtung, die mich anspricht, betroffen macht und die instinktiv eine Vision des Endergebnis vor meinem inneren Auge erzeugt. Durch Recherchen vertiefe ich danach das gewählte Thema und skizziere einen ersten Entwurf mit Bleistift auf Papier.
Anschliessend setze ich mich vor den Computer und erstelle eine Fotomontage. So kann ich eine harmonische Komposition als Referenz gestalten, die mir jedoch genug Freiraum zu Improvisation lässt. Nun ist es an der Zeit die Pinsel zu ergreifen um meine Idee auf die Leinwand zu übertragen.
Ich male meist in schwarz-grau Tönen mit Acryl auf Leinwand. Malen bedeutet für mich Kontemplation.
Ich möchte meine Leidenschaft für dieses schwierige Thema nutzen um unsere psychologischen Barrieren gegenüber dem Tod durchzubrechen und mich sowie die/den BetrachterIn von den negativen Klischees befreien.
Lasst uns die Einfachheit dieses starken Symbols nützen um uns wiederzufinden und uns erinnern, dass wir im Anblick des Todes alle gleich sind.